Entwicklung zur Königin

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Die Königin

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Die Königin eines Bienenvolkes entwickelt sich deutlich schneller als Arbeitsbiene und Drohn. In nur 16 Tagen durchläuft Sie ihre Entwicklung vom Ei zum vollständig ausgebildeten Insekt.
Im Normalfall wird das Ei in eine extra für die Königinnenaufzucht vorgesehene Zelle gelegt. Diese befindet sich zumeist am Rande des Rähmchens und zeigt senkrecht nach unten. Dort legt die alte Königin
nun das Ei ihrer Nachfolgerin hinein.

Am 16. Tag schlüpft die neue Königin. Sie ist deutlich größer als eine Arbeiterin. Besonders der Hinterleib tritt deutlich hervor. Der Königin fehlen Pollensammel-einrichtungen und die Duftdrüse am Hinterleib, Wachsdrüsen und Futtersaftdrüsen, welche bei den Arbeitsbienen ausgebildet sind. Sie benötigt diese Dinge nicht, dafür sind die Fortpflanzungsorgane gut ausgebildet.

Nach 5 Tagen ist die Königin geschlechtsreif und begibt sich auf den Hochzeitsflug. Hierbei wird sie von mehreren Drohnen befruchtet, das Sperma wird in der Samenblase gesammelt. Kommt es zu einer Verzögerung des Hochzeitfluges, vielleicht wegen schlechter Wetterverhältnisse, erlischt ihre Paarungsfähigkeit nach einem Zeitraum von ca. 40 Tagen. Dann werden unbefruchtete Eier gelegt, die Königin ist fehlbrütig.
Der Flug ist auch mit einigen Gefahren für unsere Stockmutter verbunden, Vögel könnten ihr den Garaus machen, auch ist ein Verfliegen durchaus denkbar.

Meistens jedoch geht alles gut, die Königin kehrt gesund und gut befruchtet zurück und beginnt dann auch bald mit der Eiablage. Und dies tut sie in ungeheuren Ausmaßen. Bis zu 2000 Eier pro Tag kann eine Königin legen, diese Fähigkeit nimmt jedoch im Laufe des Lebens ab. Deshalb sind viele Imker darauf bedacht, die Völker mit jungen Königinnen zu führen. Greift der Imker nicht ein, so kann eine Königin durchaus mehrere Jahre alt werden.

Die Geschicke im Bienenstock werden durch die Duftstoffe, Pheromone der Königin geleitet. Diese Stoffe werden im Stock von Biene zu Biene weitergegeben. Somit sind die Arbeiterinnen immer ausreichend über den Zustand ihrer Königin informiert. Und es sind auch die Arbeiterinnen, die darüber entscheiden, ob ein Schwarm fällt oder ob durch eine "stille Umweiselung" eine neue Königin das Zepter übernimmt.

Auch eine Königin besitzt einen Stachel, jedoch wird dieser nur sehr selten gegen menschliche Spezies eingesetzt. Untereinander sind Königinnen nicht so unnahbar, da werden jegliche Mittel eingesetzt, um der Rivalin Schaden zuzufügen. Wenn mehrere Königinnenzellen angesetzt sind, so wird die zuerst geschlüpfte Königin versuchen, alle weiteren schlupfreifen Königinnen zu töten. Unter dem Motto:


"Die Königin ist tot, es lebe die Königin!"

 

 

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Letzte Änderung Montag, 14 Januar, 2013 16:03