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Der Sammelbrutableger in Zusammenhang mit der Königinnenzucht

 

Der Sammelbrutableger wird für verschiedene Zwecke verwandt. Wir schildern Ihnen an dieser Stelle die besonders beliebte und auch sehr praktische Vorgehensweise um ein Zuchtvolk und nachfolgend Begattungseinheiten für die Königinnenzucht zu erhalten.

Der Sammelbrutableger wird aus verdeckelten Brutwaben und ansitzenden Bienen gebildet. Man entnimmt jedem zu schröpfenden Volk 1-2 Brutwaben, somit ist diese Vorgehensweise erst ab einer Völkerzahl von 4 Völkern anwendbar. "Erwischt" der Imker den richtigen Zeitpunkt, drosselt er den Schwarmdruck, entnimmt aber auch nur so viele Bienen, dass die Sammelleistung nur wenig geschmälert wird.
Nunmehr werden die entnommenen Brutwaben und Bienen in eine Zarge zusammengelegt, diese wird komplett mit (verschlossenem) Boden, Folie und Deckel versehen.  Achten Sie auf eine ausreichende Futterversorgung der Völker.
Nach 9 Tagen werden die Nachschaffungszellen gebrochen und der Zuchtrahmen eingehängt. Nach weiteren 5 Tagen käfigt der Imker die angezogenen Zellen, um die Königinnen voreinander zu schützen.
Sind die Königinnen geschlüpft, also nach 11-12 Tagen nach dem Umlarven, zeichnet man sie und teilt den Sammelbrutableger in Begattungsvölker auf. Zu jedem Begattungsableger gibt man eine Königin hinzu, dann verbringt man die Kästen außerhalb des Flugkreises des Sammelbrutablegers.

Dieser groben Beschreibung folgt eine detaillierte Auflistung der Gerätschaften, Tätigkeiten und Zeitpläne.

 

Vorbereitung der Materialien

Umlarvnadel

Opalit

 

Arbeiten am Tag 1

Vorhandene Wirtschaftsvölker nach und nach öffnen und gut verdeckelte Brutwaben aussuchen. Der Sammelbrutableger wird je nach Beute mit 1-2 Futterwaben und Brutwaben gefüllt. In unserm Beispiel nehmen wir eine Holzzarge im Zandermaß mit 10 Waben im Kaltbau. Also benötigen wir:

  • 2 Futterwaben
  • 8 Brutwaben
Cave: Absolute Sicherheit herstellen, daß man nicht die einzelnen Königinnen der Wirtschaftsvölker mit in den Sammelbrutableger gibt. Der Sammelbrutableger als Zuchtvolk wäre verdorben. Ein geschultes Auge ist vorteilhaft.

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Arbeiten nach 9 Tagen............. Zuchtstoff und Umlarven

Arbeiten am Sammelbrutableger

Nach genau 9 Tagen wird der Sammelbrutableger geöffnet. Hier sind jetzt viele junge Bienen geschlüpft, der Brutableger sollte übervoll an Bienen sein. Wir entfernen alle angelegten Weiselzellen. Diese Arbeit muß extrem gründlich erfolgen.
Viele Imker fegen die Brutwaben komplett ab, um auch jede Zelle zu sehen und abtragen zu können. Bleibt auch nur eine stehen, ist unsere Arbeit komplett verloren. Schon an der Anzahl der angelegten Weiselzellen kann man die Qualität und die Bereitschaft des Brutablegers erkennen, Weisel heranzuziehen.
Es wird eine möglichst leere Wabe entnommen, die Brut auf dieser Wabe sollte komplett geschlüpft sein. Diese Wabe kann eingeschmolzen werden. Die Lücke, die entsteht, wird in der Mitte der Beute eingerichtet. Wir verschließen den Sammelbrutableger erneut.

Umlarven und Auswahl des Zuchtstoffs

Dieses soll eine Anleitung für den Hobbyimker darstellen, dass diese Beschreibung den Richtlinien einer Reinzucht keinesfalls genügt, steht außer Frage. Es ist sehr wichtig nicht wahllos irgendein Volk und dessen genetisches Potpourri zur Zucht zu verwenden. Klar ist, dass dem Hobbyimker nicht die Möglichkeiten gegeben sind, mit seinen 3 Völkern eine langjährige eigene Königinnenzucht zu betreiben. Hier helfen Königinnen die schon begattet zugekauft werden können. Wenn dieses erfolgte, kann man dann einige Jahre die Töchter dieser Königin zur Zucht verwenden.
Bei den zur Auswahl stehenden eigenen Völkern schauen wir auf Sanftmut, Honigertrag, Schwarmträgheit und Auswinterungsstärke. Hierzu sind Aufzeichnungen der Vorjahre sehr nützlich. Hat man das „richtige“ Volk auserkoren, entnimmt man eine Brutwabe mit jüngsten Larven.  Der gut in Planung stehende Imker, kann eine leere Wabe 4-5 Tage vor dem Umlarven mitten in das Brutnest des Volkes hängen, welches den Zuchtstoff liefern soll. Dann hat man viele gleichalte Larven nahe beieinander.

Wichtig: Die Brutwabe nicht dem direktem Sonnenlicht aussetzen (Kaltlicht ist hilfreich), bei längerem Transport in ein leicht feuchtes Handtuch einschlagen.

Dann mal gutes Auge (oder Lupe) und ruhige Hand beieinander und los!

Auswahl der Larven

Einsatz des Werkzeugs

Larve ist aufgenommen

Larve erfolgreich im Zuchtstopfen abgelegt

 


Arbeiten nach 9 Tagen............. Zuchtrahmen einhängen

Einhängen des Zuchtrahmens

Unser Zuchtrahmen

Zuchtrahmen wird gefüllt

Haben wir die frisch gefüllten Stopfen vorsichtig nach und nach in unseren Zuchtrahmne gehängt, können wir diesen Zuchtrahmen in den Brutableger, unser Zuchtvolk hängen. Hierzu wird der Sammelbrutableger geöffnet. In der vorher hergestellten Gasse haben sich viele Bienen angesammelt, diese sollen schnellstmöglich unsere Larven in den Zuchtstopfen versorgen. Da der Brutableger über eine Vielzahl an sehr jungen Bienen verfügt, ist die Pflege der jungen Larven optimal gesichert.

Haben wir den Zuchtrahmen vorsichtig eingehängt, können wir den Brutableger sogleich wieder verschließen.

 

Arbeiten nach 14 Tagen ...... ... Käfigen der Zellen

Das Käfigen der Zellen

Die hoffentlich reichlich  angenommenen und gepflegten Königinnenzellen können am 14. und am am 19. Tag nach Erstellen des Sammelbrutablegers gekäfigt werden. Dies entspricht in der Entwicklung der Königin dem 9. sowie 14. Entwicklungstag der Königin. Die Larve ist sehr empfindlich, deshalb sollte man sehr vorsichtig und nur an den angegebenen Tagen die Verschulung unternehmen. Der Vorteil des Verschulen besteht in dem Schutz der Zellen vor dem Verbau bei guter Tracht, sowie vor zu früh schlüpfenden Königinnen, welche dann die anderen Damen in den Zellen abstechen könnten. Falls man die Königinnen ungesehen in Begattungseinheiten schlüpfen lassen will, kann man sie nach dem Verdeckeln entnehmen und in ein Begattungsvolk geben.
Wie wollen aber schauen, wie es bis zum Schlupftag im Sammelbrutableger weiter geht. Die Käfige kommen in einen Hürdenrahmen und werden vorsichtig ins Zuchtvolk zurückgegeben.

Arbeiten nach 21 Tagen........... Schluptag und Begattungsvölker

Königinnenschlupf

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Hat man gut und sorgfältig gearbeitet, dann schlüpfen heute die Königinnen. Man sollte sie so schnell wie möglich aus den Käfigen befreien, vorsichtig zeichnen und in die einzelnen Begattungseinheiten geben.
Der Sammelbrutableger wird nun folgendermaßen aufgeteilt. Hat man den Ableger ausreichend stark gebildet, können alle 9 verbliebenen Waben auch zu 9 Begattungseinheiten geteilt werden. Hierzu bereitet man 9 Beuten vor, jeweils eine Wabe, eine Futterwabe (falls vorhanden) und 8 Mittelwände pro Beute werden dazugegeben. Die einzelnen Königinnen fügt man entweder gleich vor verschließen der Beuten dazu, oder der Imker läßt die Queen einfach nach dem Aufstellen durch das Flugloch hinzulaufen. Beides funktioniert ohne Probleme, da die Immen diese Königinnen ja durchweg "kennen".

Die Begattungsvölker verbringen wir aus dem Flugkreis und hoffen dann auf eine ansprechende Begattungsrate.

 

 

Falls mehr Königinnen geschlüpft sind als Völker gebildet werden sollen, so greift man zum klassischen Begattungskasten. Dort können die Jungköniginnen begattet werden und in andere Völker eingeweiselt werden.

 

Letzte Änderung Donnerstag, 14 November, 2013 16:18